Numismatisches Monster aus Burundi: Die größte Banknote der Welt

Anfang 2025 wurde die numismatische Welt mit einem weiteren Weltrekord überrascht. Die Zentralbank von Burundi (Banque de la République du Burundi) gab nämlich offiziell die größte Banknote der Welt heraus. Es handelt sich um eine 10.000-Burundi-Franc-Banknote mit imposanten Maßen von 400 × 288 mm. Diese Banknote übertrifft mit ihrer Größe alle bisherigen Rekorde und bedeckt mühelos einen durchschnittlichen Laptop.

Diese Banknote wurde anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von CITES (Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen) herausgegeben – einem 1975 unterzeichneten internationalen Übereinkommen, das darauf abzielt, gefährdete Pflanzen- und Tierarten vor übermäßigem internationalem Handel zu schützen. Diese Gedenkausgabe wurde in Zusammenarbeit mit dem deutschen Numismatikunternehmen Mietens & Partner GmbH hergestellt, das auch für den Vertrieb verantwortlich ist.

Ansonsten handelt es sich um eine Gedenkbanknote, die zwar den Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels hat, jedoch nicht für den Umlauf bestimmt ist; sie wurde ausschließlich für den Sammlermarkt hergestellt. Ihr Nennwert ist mit etwa 3 € sehr gering, ihr Marktwert auf dem numismatischen Markt liegt jedoch um ein Vielfaches höher.

Vorderseite der Banknote. Quelle: Banknotenmuseum [banknote.ws].

Auf der Vorderseite der Banknote sind vom Aussterben bedrohte afrikanische Tierarten abgebildet: der Löwe (Panthera leo); die Giraffe (Giraffa camelopardalis); Afrikanischer Büffel (Syncerus caffer); Leopard (Panthera pardus); Afrikanischer Elefant (Loxodonta africana) sowie das Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis) mit einem Warzenschwein (Buphagus erythrorhynchus) auf dem Rücken.

Neben den Nennwertangaben enthält die Banknote auch einen Text in Französisch:

  • Zehntausend Francs
  • Zentralbank der Republik Burundi
  • Der Fälscher wird mit einer Freiheitsstrafe bestraft.
  • 50 Jahre Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen – 50. Jahrestag des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen

In der unteren rechten Ecke ist das Logo der Bank der Republik Burundi abgebildet, und im oberen Teil der Banknote ist die Seriennummer an zwei Stellen zu sehen.

Die Rückseite der Banknote. Quelle: Banknotenmuseum [banknote.ws].

Auf der Rückseite der Banknote sind im mittleren Bereich der Präsidentenpalast (Ntare House) in Gitega sowie die Flaggen Burundis abgebildet. Ebenfalls abgebildet sind das Staatswappen, das Logo der Zentralbank sowie eine Karte von Burundi, auf der die Quelle des Flusses Ruvyironza (die südlichste Quelle des Nils) markiert ist.

Neben den Nennwertangaben enthält die Banknote außerdem folgende Texte:

  • Dies ist eine offizielle Gedenkbanknote der Bank der Republik Burundi, die Afrikas einzigartige Artenvielfalt würdigt, die es verdient, geschützt zu werden.
  • Ubumwe Ibikorwa Amajambere – Einheit, Arbeit, Fortschritt (nationales Motto auf Kinyarwanda)
  • Zentralbank der Republik Burundi (auf Kirundi)
  • Zehntausend Francs
Der Autor des Artikels mit einem Exemplar dieser Banknote auf einer Numismatikmesse. Internationale Geldmesse in Maastricht.

Obwohl die Banknote nicht den Standardmaßen entspricht, ist sie durch ein Wasserzeichen, Sicherheitsfäden, Hologrammfolie, farbwechselnde Druckelemente und einen UV-Schutz mit RGB-Elementen auf höchstem Niveau geschützt.

Die Gesamtauflage beträgt lediglich 1.000 Exemplare, wodurch diese Banknote eines Tages zu einer Rarität werden soll; derzeit ist sie jedoch für Sammler noch relativ leicht erhältlich und nicht schwer zu beschaffen. Auf Numismatikmessen und im Internet liegt ihr Preis bei 2.000 Euro und mehr.

Diese Ausgabe hat gemischte Reaktionen hervorgerufen. Während einige sie aufgrund ihrer Abmessungen als optisch ansprechend, innovativ und interessant loben, sehen andere darin lediglich einen kommerziellen Werbegag, der ausschließlich auf Gewinn ausgerichtet ist. Letzteres ist in der Numismatik keine Seltenheit. Tatsächlich waren Gedenkmünzausgaben für Emittenten und Händler schon immer mehr oder weniger eine Einnahmequelle.

Schließlich hat jeder seine Favoriten, und jeder findet etwas, das ihm Freude bereitet. Wer sich für ungewöhnliche Formate und moderne Neuerscheinungen begeistert, wird an dieser „numismatischen Monstrosität“ sicherlich Gefallen finden, und wer sie nicht mag, kann einfach so tun, als gäbe es sie nicht.

Bislang hielten die folgenden Banknoten den Rekord hinsichtlich ihrer Größe:

Malaysia 600 Ringgit 2017, Maße: 370 x 220 mm.
Philippinen, 100.000 pis, 1998, Maße: 355 x 215 mm.

Autor: Zlatko Viščević
Bilder: Banknotenmuseum [banknote.ws]

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